Heilpraktikerin Petra Orsinger

Die parietale Osteopathie

Andrew Taylor Still 1914
Andrew Taylor Still 1914,
Quelle U.S. Library of Congress

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still M.D. (1828 - 1917) entwickelte die ursprüngliche Osteopathie bereits Ende des 19. Jahrhunderts aus einem philosophischen Gedankengebäude ohne naturwissen schaftliche Ausrichtung.
In Deutschland setzte sich die Osteopathie in veränderter Form erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch, sie orientiert sich bei ihren Verfahren an Ergebnissen der naturwissen schaftlichen Forschung.

Hier einige weiterführende Links zum Thema Osteopathie:

Verband der Osteopathen Deutschland e.V.

Bundesverband Osteopathie e.V.

Dr. Gumpert Naturheilkunde

Wikipedia Osteopathie

Was ist parietale Osteopathie?

Die parietale Osteopathie ist der älteste Teil der Osteopathie und wird als Basis der osteopathischen Behandlung angesehen, sie befasst sich mit krankhaften Veränderungen des Muskel-Skelett-Systems.
Ziel der parietalen Osteopathie ist es, Fehlstellungen von Gelenken durch die Wahl verschiedener manueller Techniken zu korrigieren. Hierdurch soll, ähnlich wie bei der Faszienbehandlung, dem Körper die Möglichkeit zur Selbstkorrektur gegeben werden.

Wie behandelt der/die Therapeut/in?

Am Beginn jeder Behandlung steht eine ausführliche Anamnese. Anschließend folgt die manuelle Diagnostik, Bewegungstests werden durchgeführt, Verspannungen und schmerzhafte Körperstellen werden abgetastet. Mit Hilfe dieser ausführlichen Diagnostik erstellt der Osteopath ein Haltungsprofil des Patienten und kann die schmerzauslösenden Stellen (Blockaden) identifizieren, häufig liegen diese nicht an den schmerzenden Stellen.
Beispielhaft aufgeführt seien hier Schwindel und Ohrgeräusche, die von einer Blockade der Halswirbelsäule herrühren, oder Herzschmerzen, die von Blockaden der Brustwirbelsäule ausgelöst werden können.
Die eigentliche Therapie erfolgt manuell mit Hilfe verschiedener Techniken:

  • Blockierte Gelenke werden unter aktiver Mithilfe des Patienten durch die MET (Muskel-Energie-Technik) wieder in ihre natürliche Stellung gebracht, das umgebende Gewebe wird gezielt zur besseren Durchblutung angeregt und verkürzte Muskeln werden sanft gedehnt.
  • Die Triggerpunkt-Therapie hilft dabei, verspannte Muskeln zu lockern und Schmerzpunkte aufzulösen.
  • Bei der myofaszialen Release-Technik (Entspannungstechnik) werden Elemente der Faszientherapie ergänzend in der Osteopathie angewandt.

Meist sind mehrere Behandlungstermine notwendig, damit der Osteopath diejenigen Strukturen verändern kann, die zur Schmerzentstehung geführt haben. Geschieht das nicht, sind Rückfälle möglich.

Wem hilft die Osteopathie?

Die Osteopathie kann bei Schmerzen und Beschwerden des gesamten Bewegungsapparates helfen.
Vom Alter her gibt es keine Beschränkung: Heranwachsende, Erwachsene und Senioren können behandelt werden.
Wenn Sie Fragen haben, ob die Osteopathie in Ihrem Fall sinnvoll sein kann, treten Sie gerne mit mir in Kontakt.


! Bitte beachten Sie:

Bei schweren / akuten Erkrankungen und Organschäden stößt die Osteopathie an ihre Grenzen. In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt in die Hände eines Arztes begeben.
Dennoch kann die Osteopathie auch hier begleitend oder im Anschluss an die ärztliche Behandlung sehr hilfreich sein.


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