Heilpraktikerin Petra Orsinger

Die Hypnotherapie nach Erickson

Milton H. Erickson
Milton H. Erickson
Quelle: historyofhypnosis.org

Milton Hyland Erickson (1901-1980) war ein amerikanischer Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut, der die moderne Hypnose und Hypnotherapie maßgeblich prägte und ihren Einsatz in der Psychotherapie förderte.
Er wuchs im mittleren Westen in Wisconsin auf, kurz nach Abschluss der Highschool erkrankte er an Kinderlähmung und fiel ins Koma; man glaubte, er würde nicht überleben. Zuerst war er vollkommen gelähmt, doch genau in diesem Zustand begann er aus Langeweile mit Vorstellungen zu experimentieren. So gewann er Stück für Stück seine Bewegungsfähigkeit zurück, und konnte bereits nach einem Jahr die Universität besuchen. Dort war er bald von den Möglichkeiten der Hypnose fasziniert, er begann unterschiedliche individualisierte Techniken zu entwickeln. Erickson erwarb einen Abschluss sowohl in Psychologie als auch in Medizin, während seiner Tätigkeit als Arzt entwickelte er seine Methode der Hypnose und ihre Einsatzmöglichkeiten weiter. Er arbeitete als Facharzt für Psychiatrie und war Professor für Psychiatrie an der Universität Detroit. Später praktizierte er als Psychotherapeut und Psychiater in eigener Praxis.
Ihm ist es zu verdanken, dass die Hypnose in der Psychotherapie wieder häufiger eingesetzt wird, nachdem sie durch Sigmund Freuds Ablehnung lange Zeit in den Hintergrund gerückt war.

Hier einige weiterführende Links zum Thema :

Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie

Milton Erickson Gesellschaft

Wikipedia: Hypnotherapie


Was ist Hypnotherapie?

Die Hypnotherapie verbindet bewährte psychotherapeutische Verfahren mit Tranceanteilen. Die moderne Hypnotherapie beachtet die individuellen Ziele und Wünsche des Klienten und unterstützt diesen bei der Bewältigung körperlicher und psychischer Probleme unter Nutzung seiner individuellen Ressourcen. Die therapeutische Nutzung positiver Lebenserfahrungen des Klienten wird nach Milton H. Erickson auch als lösungs- und ressourcenorientiert bezeichnet.
Um eine nachhaltige Verhaltensänderung und Besserung der Symptomatik beim Klienten zu erzielen, kann es sinnvoll sein, die Ursachen körperlicher und seelischer Probleme und Störungen direkt im Unterbewussten anzusprechen. Während der Hypnotherapie werden bewusste und unbewusste Prozesse angesprochen und deren Kräfte für die Zielerreichung gebündelt. Der Klient kontrolliert selbst, welche der erarbeiteten Ideen und Lösungen er annimmt und wie er sie in die Tat umsetzt.
Seit 2006 ist Hypnotherapie in Deutschland offiziell als eine wissenschaftlich fundierte psychotherapeutische Methode anerkannt.

Wie behandelt der/die Therapeut/in?

Der Umfang der Therapie beschränkt sich oft auf wenige Sitzungen. Voraussetzung jeder Hypnotherapie ist eine therapeutische Vertrauensbeziehung für das Verfolgen der gemeinsam gesetzten Ziele. Hierzu ist zwischen Therapeut und Klient eine Begegnung auf gleicher Augenhöhe erwünscht. Typisch, aber nicht unbedingt notwendig, ist der Einsatz von Suggestion und die Einleitung und Nutzung eines durch vorherige Tiefenentspannung veränderten, aber jedenfalls wachen Bewusstseinszustandes. Diese Form des Wach-Bewusstseinszustandes wird "hypnotische Trance" genannt.
Bei der Hypnose nach Erickson steht die kommunikative Kooperation von Therapeut und Klient im Vordergrund. Der Therapeut hilft dem Klienten, in die gewünschte hypnotische Trance zu gelangen und diesen Zustand für die Veränderungsarbeit zu nutzen. Er bietet dem Klienten vielfältige Hilfsmittel an, um auf einer anderen Bewusstseinsebene Lösungsmöglichkeiten für sein Problem zu finden. Dabei wird sich während der Trance eine intensive Kooperation zwischen Therapeut und Klient entwickeln. Die Kontrolle darüber, welche dieser Anregungen er annimmt und wie er sie nutzt, bleibt dabei vollkommen dem Klienten überlassen. Die Wirksamkeit der „Erickson’schen Hypnotherapie“ ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und erwiesen.
Nach jeder Trance erfolgt eine behutsame und gründliche Reorientierung, wodurch der Klient wieder in seine aktuelle, normale Lebenswelt zurückgeführt wird.
Der Anteil an Trancearbeit wird individuell angepasst, er kann von Sitzung zu Sitzung variieren. Alle möglichen Therapieverfahren können in einer Therapie / Sitzung kombiniert werden oder einzeln zum Einsatz kommen.

Wann hilft die Hypnotherapie?

Ich wende in meiner Praxis die Hypnotherapie an bei:

  • Ängsten, Phobien
  • Nikotinabhängigkeit
  • psychosomatischen Störungen
  • Adipositas
  • Schmerzbehandlung

Vom Alter her gibt es keine Beschränkung: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren können behandelt werden. Wenn Sie Fragen haben, ob die Hypnotherapie in Ihrem Fall sinnvoll sein kann, treten Sie gerne mit mir in Kontakt.


! Bitte beachten Sie:

Hypnotherapie wird nicht angewendet bei einer akuten Psychose, psychotischen Zuständen oder akuter Suchtmittelabhängigkeit.


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