Heilpraktikerin Petra Orsinger

Die Faszientherapie nach Bowen

Tom Bowen
Tom Bowen
Quelle: bowendirectory.com


Dem Australier Thomas A. Bowen (1916-1982) verdankt die Faszientherapie ihre Entstehung. Bowen war Angestellter in einer Zementfabrik, er entwickelte seine Methode neben der Arbeit autodidaktisch. Bald war er so erfolgreich, dass er eine Praxis gründete, in der er zeitweilig bis zu 13.000 (!) Patienten im Jahr behandelte, viele auch unentgeltlich. In der Weitergabe seiner Methode war er ausgesprochen wählerisch, nur sechs Personen durften im Laufe der Jahre von ihm lernen. Einer seiner wenigen Schüler, Oswald Rentsch, gründete nach Bowens Tod die Bowen Therapy Akademie of Australia, und sorgte so für die bald weltweite Verbreitung der Methode.


Weiterführende Informationen zur Faszientherapie nach Bowen: www.Bowen-Therapie.de

Was sind Faszien?

Faszien sind faserige, bindegewebige Strukturen, die jeden Muskel, jedes Organ und jedes Band im Körper umgeben und vernetzen. Sie sind die elastische Hülle, die dem gesamten Körper seine anatomische Form gibt. Sie enthalten viele Nerven und Dehnungsrezeptoren und sind an der Weiterleitung biochemischer Stoffe und der Lymphe beteiligt. Sie sorgen wie ein Schmierfilm für ein reibungsloses Gleiten der Muskelstränge und Organe. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle für Form, Funktion und Beweglichkeit der von ihnen umhüllten anatomischen Strukturen. Funktionsstörungen der Faszien können zu Gelenk- oder Rückenschmerzen, Verspannungen sowie zu Bewegungseinschränkungen und Fehlstellungen der Gelenke führen.

Wie behandelt der/die Therapeut/in?

Durch sanfte manuelle Einwirkung an bestimmten Punkten wird der Körper zur Selbstregulation der Störungen angeregt. Störungen und Läsionen in den Faszien und den mit ihnen in Zusammenhang stehenden Strukturen werden abgebaut, verklebte Strukturen werden gelöst. Die Funktion der Faszien verbessert sich, und somit auch die Funktion der umhüllten Organe. Der Patient gewinnt Beweglichkeit zurück, der Körper entwickelt sich von einer Belastungshaltung wieder hin zu einer aufrechten Haltung und die Gesamtstatik verbessert sich. Schmerzen werden somit gezielt gelindert, die Leistungsfähigkeit maßgeblich gesteigert und die Atemtiefe verbessert. Die Behandlung erfolgt mit wenig Kraft, die Wirkung setzt teilweise schnell ein. Es ist für den Patienten oft verblüffend, dass "so wenig so viel" bewirkt. Auch das autonome Nervensystem (Symphatikus u. Parasymphatikus) wird zur verbesserten Eigenregulation angeregt, was wiederum positive Auswirkungen auf den Gesamtorganismus hat. Es beginnt die vom Naturheilkundigen angestrebte "Umstimmung" von Körper, Geist und Seele.

Wem hilft die Faszientherapie?

Durch ihre breite Wirkung ist die Anwendung der Faszientherapie nicht auf bestimmte Krankheitsbilder beschränkt.
Auch vom Alter her gibt es keine Beschränkung: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren können behandelt werden.
Wenn Sie Fragen haben, ob die Faszientherapie in Ihrem Fall sinnvoll sein kann, treten Sie gerne mit mir in Kontakt.


! Bitte beachten Sie:

Bei schweren / akuten Erkrankungen und Organschäden stößt die Faszientherapie an ihre Grenzen. In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt in die Hände eines Arztes begeben.
Dennoch kann die Faszientherapie auch hier begleitend oder im Anschluss an die ärztliche Behandlung sehr hilfreich sein.


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